Patrick Treichlers 3. Rang im Einzelturnen in Bülach
7. Juli 2003
Erste Hochtour des TVS
15. August 2003
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7. Juli 2003
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15. August 2003

Peter Tanner (19.-20.7.03)

Schulreise des TVS Vorstandes oder: “Ein verdammt heisses Wochenende!”

Eine weitere naheliegende Überschrift könnte etwa so lauten: Kulinarische Höhen- und Tiefflüge im Albulatal. Kulinarisch haben wir dabei eher am Tiefpunkt angefangen, der Start für unseren Ausflug liegt jedoch auf der oberen Seite des Albulatales in Preda. Mit TVS Bus und Rhätischer Bahn erreichten wir den Ausgangspunkt für die im Winter so bekannte Schlittelbahn. Zur Sommerzeit passt zu Preda eher der Bahnlehrpfad, vor allem in diesem Jahr. Die Albulastrecke feiert nämlich im 2003 ihr hundertjähriges Bestehen. Auf einer zweistündigen Wanderung entlang der Eisenbahnlinie, der Albulapassstrasse und des Flusses nimmt man von der RhB Strecke vor allem die mächtigen Brücken wahr. Über die verwirrende Linienführung der Bahn durch Kehrtunnels kann man sich selber anhand zahlreicher Infotafeln entlang des Weges schlau machen.

Bergün ist trotzdem ein schönes Dörfchen

Am unteren Ende des Bahnlehrpfades in Bergün suchten wir dann sofort ein lauschiges Gartenbeizli fürs Mittagessen. Der Garten mit den mächtigen Tannen hinter dem Hotel Piz Ela hat jedenfalls einen einladenden Eindruck gemacht und auch beim Wörtchen “Pizzeria” wird man nicht gleich misstrauisch. Nach einer Stunde Gartenbeiz war unsere Stimmung jedoch ziemlich umgeschlagen: Der Koch scheint zwar sein Handwerk nicht schlecht zu verstehen, mit der Servicemannschaft hätte es aber jedes Intourist-Hotel im ehemaligen Ostblock aufnehmen können. Tröpfchenweise bekam einer nach dem anderen in zehn Minuten Abständen sein bestelltes Essen (oder auch etwas anderes). Zwischendurch bestaunten wir dann die zum Salat gereichten steinharten Brotscheiben. Nach langem Warten erfuhren schliesslich die zwei letzten hungrigen Mäuler, und nur nachdem die couragierte Lele nachgefragt hat, dass der Bündner Braten und die Gerstensuppe ausverkauft sei, und auf einmal tauchte noch ein Entrecôte mit Pommes auf. Wir bezahlten dann und versorgten uns vis-à-vis im Denner mit etwas Süssem zum Dessert. Ein Koch war übrigens auch da, und kaufte Gerstensuppe ein.

Über Latsch und Stugl zur alten Eisenschmelze

Ein kurzer Aufstieg machte das Ganze vergessen und das malerische Dörfchen Latsch und die fleissige Wirtin in der Pension Schmidt liessen den Nachmittag verdammt gemütlich vorbei gehen – einen verdammt guten Kaffee Huus hat sie!
Der letzte Abschnitt am Samstag hatte es in sich. Zuerst noch einmal einige Höhenmeter hinauf und dann vorbei an Stugl gut 600 Höhenmeter hinunter zur Albulapassstrasse gingen ordentlich in die Beine.
Müde und schwitzend überquerten wir die Brücke über die Albula und erreichten die Lichtung mit unserem Ziel vom Samstag. Wir waren gespannt was uns erwarten würde, das betreffende Haus war nach einigen Jahren Pause erst seit einer Woche wieder in Betrieb. Doch die Bellaluna enttäuschte uns nicht. Vor dem alten, tadellos renovierten Haus mit neu gestalteter Umgebung empfing uns das Bellaluna Team und ein gemütlicher Abend konnte beginnen.
Dieser verdammt zufriedene Abend fing mit einem kühlen Bier an, beinhaltete zuerst eine erfrischende Dusche und ging mit dem Abendessen einem ersten Höhepunkt entgegen. Bis zum Dessert hatten alle die Ausschnitte zur bewegten Geschichte der Bellaluna und seiner früheren Bewohner mitbekommen. In Erinnerung bleibt das Zitat der früheren Wirtin im Bellaluna Paula Roth: “Seelig sind die Holzköpfe, denn sie ertrinken nicht.”
Schliesslich waren alle gespannt auf die im Dachstock untergebrachte Bar. Leider ging ausgerechnet an diesem Abend kein Livekonzert über die kleine Bellaluna Bühne. Die Müden gingen dann zeitig schlafen, die Verheirateten folgten teilweise bald nach. Die Restlichen genossen noch eine Weile die Drinks, die Musik und nicht zuletzt die Tanzkünste und Aerobic-Vorführungen des langsam spärlich werdenden Publikums aus Samstagern.

Über 30°C in Chur

Vielleicht war es die grosse Hitze schon am frühen Morgen des anbrechenden Sonntages, die uns so verdammt zu schaffen machte. Böse Zungen wollten natürlich besserwisserisch dem Alkohol die Schuld geben. Auf jeden Fall spazierten wir nach dem Frühstück in Richtung Bad Alvaneu. Im neuen Bad kurierten wir unsere geschundenen Körper und genossen ein letztes Mal die Küche des Albulatals. Zu Fuss bis an den Ausgangspunkt unseres Ausfluges in Tiefencastel zurück zu wandern, mochte niemand mehr. Wozu auch – es gibt doch Postautos. Bei gut 30 Grad machten wir uns im TVS Bus auf den Heimweg und irgendwer fragte wieder einmal: “Wo ist denn der Schalter für die verdammte Klimaanlage?”

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